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Alle Details zu Ultramarathon
21.05.2018 20:35 ( 215 x gelesen )

Physiology and pathophysiology in ultra-marathon running

Wir haben die wissenschaftliche Literatur zu Ultramarathon durchgeschaut und daraus einen grossen Übersichtsartikel erstellt. Wir fassen die Erkenntnisse der Literatur in Bezug auf die Physiologie und Pathophysiologie des Ultramarathonlaufs zusammen. Die Anzahl der Ultramarathons und die Zahl der offiziellen Finisher sind in den letzten Jahrzehnten besonders stark angestiegen, bedingt durch die erhöhte Anzahl von Frauen und Altersgruppen-Läufer. Ein typischer Ultraläufer ist männlich, verheiratet, gut ausgebildet und etwa 45 Jahre alt. Weibliche Ultraläufer machen heute rund 20% der Gesamtzahl der Finisher aus. Ultraläufer sind älter als Marathonläufer und haben ein größeres wöchentliches Trainingsvolumen, aber sie laufen im Training langsamer als Marathonläufer. Vorherige Erfahrung (Anzahl der Platzierungen in Ultramarathons und schnelle persönliche beste Marathonzeit) ist der wichtigste Einflussfaktor für einen erfolgreichen Ultramarathon gefolgt von spezifischen anthropometrischen Eigenheiten (geringe Körpermasse, tiefer BMI und niedriges Körperfett) und Training (hohe Laufgeschwindigkeit während des Trainings). Frauen sind langsamer als Männer, aber der Geschlechtsunterschied in der Leistung sank in den letzten Jahren auf etwa10-20% in Abhängigkeit von der Länge des Ultramarathons. Die schnellsten Zeiten im Ultramarathon werden in der Regel im Alter von 35-45 Jahren oder älter für Frauen und Männer erreicht. Es scheint dass das Alter der Spitzenleistung mit zunehmender Renndistanz respektive Dauer des Rennens ansteigt. Ein Ultramarathon führt zu einem Energiedefizit, das zu einer Reduktion von Körperfett und Skelettmuskel führt. Ein Ultramarathon kann, in Kombination mit anderen Risikofaktoren wie extremen Wetterbedingungen (Hitze oder Kälte) oder das Land in dem das Rennen stattfindet, zu einer belastungsassoziierten Hyponatriämie führen. Ein Ultramarathon kann auch zu Veränderungen von Biomarkern führen, die einen pathologischen Prozess für bestimmte Organe oder Organsysteme anzeigen, wie etwa Skelettmuskeln, Herz, Leber, Niere, Immunsystem und endokrines System. Diese Veränderungen sind in der Regel vorübergehend, abhängig von Intensität und Dauer der Leistung, und normalisieren sich normalerweise nach dem Rennen innerhalb von wenigen Tagen. In längeren Ultramarathons beklagen bis 50-60% der Teilnehmer über muskulo-skelettale Probleme. Die häufigsten Verletzungen bei Ultraläufern betreffen die untere Extremität wie Knöchel und Knie. Ein Ultramarathon führt zu einem Anstieg der Creatin-Kinase auf Werte von 100.000-200.000 U/l je nach Fitnesslevel des Athleten und Länge des Rennens. Außerdem kann ein Ultramarathon kann zu Veränderungen am Herzen führen, wie Veränderungen der Herz-Biomarkers, von EKG und Echokardiographie. Ultraläufer leiden oft unter Verdauungsproblemen und gastrointestinale Blutungen nach einem Ultramarathon sind nicht ungewöhnlich. Die Leberenzyme können während eines Ultramarathons erheblich ansteigen. Ein Ultramarathon führt oft zu einer vorübergehenden Einschränkung der Nierenfunktion. Ultraläufer leiden oft an Infektionen der oberen Atemwege nach einem Ultramarathon. Trotz all dieser Probleme laufen die Ultraläufer weiter. Die ganze Arbeit ist zu finden unter www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphys.2018.00634/abstract


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