Screening von möglichen unerwünschten Ereignissen im Ultramarathon

Datum 24.03.2020 10:12 | Thema: 

Pre-race screening and stratification predicts adverse events - a 4-year study in 29585 ultramarathon entrants, SAFER X.

Das Screening vor dem Rennen und die Risikostratifizierung bei Ausdauersportlern können unerwünschte Ereignisse während eines Rennens vorhersagen. Um festzustellen, ob das Screening vor dem Rennen und die Risikostratifizierung unerwünschte Ereignisse während eines Rennens vorhersagen. 29585 Teilnehmer (männlich 71.1%, Durchschnittsalter = 42.1 Jahre; weiblich 28.9%, Durchschnittsalter = 40.2 Jahre) bei den Ultra-Marathon-Rennen ‘Two Oceans’ (56 km) füllten einen medizinischen Screening-Fragebogen vor dem Rennen aus und wurden vor dem Rennen in vier spezifizierte Gruppen eingeteilt wie sehr hohes Risiko (bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung 3.2%), hohes Risiko (Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen 10.5%), mittleres Risiko (bestehende andere chronische Erkrankung, Medikamenteneinnahme 53.3%) und geringes Risiko (33.0%). Starter, Finisher und medizinische Kontakte wurden aufgezeichnet. Die DNS-Rate (nicht gestartet) (pro 1000 Teilnehmer, die nicht gestartet wurden), die DNF-Rate (pro 1000 Starter, die nicht finishten), die Rate unerwünschter Ereignisse [pro 1000 Starter, die ebenfalls gestartet wurden DNF oder eine medizinische Intervention hatten] und die Rate der medizinischen Kontakte (pro 1000 Starter mit einer medizinischen Begegnung) wurden über Risikokategorien hinweg verglichen. Unerwünschte Ereignisse waren bei dem sehr hohen Risiko (68.9) signifikant höher (pro 1000 Starter) als bei dem niedrigen Risiko (51.3). Die DNS-Rate unterschied sich signifikant zwischen dem mittleren Risiko und dem niedrigen Risiko (207.4). Die DNF-Raten unterschieden sich nicht im sehr hohen Risiko im Vergleich zum niedrigen Risiko (44.2), und auch die Rate der medizinischen Kontakte unterschied sich nicht zwischen den Risikokategorien, jedoch näherte sich das sehr hohe Risiko der Signifikanz im Vergleich zum niedrigen Risiko (6.9). Medizinisches Screening und Risikostratifizierung vor einem Rennen können Athleten mit einem höheren Risiko für unerwünschte Ereignisse identifizieren. Weitere Studien sollten in größeren Kohorten durchgeführt werden, um die Rolle des medizinischen Screenings vor dem Rennen bei der Reduzierung unerwünschter Ereignisse bei Läufern zu klären. Die Studie ist zu finden unter www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32187395



Dieser Artikel stammt von Beat Knechtle - Arzt und Ausdauerathlet
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