Charakteristika von weiblichen Marathonläufern

Datum 16.11.2018 15:42 | Thema: 

Force-Velocity Characteristics, Muscle Strength, and Flexibility in Female Recreational Marathon Runners

Körperliche Fitnesskomponenten, die sich auf die Leistung beim Marathonlauf beziehen, z. B. aerobe Kapazität und Körperzusammensetzung, wurden ausführlich untersucht. Andererseits fehlten in dieser Sportart Daten zu Komponenten der gesundheitsbezogenen körperlichen Fitness, wie Beweglichkeit und Muskelkraft. Ziel der vorliegenden Studie war es daher, Kraft-Geschwindigkeits- (Fv) -Eigenschaften, Muskelstärke und Flexibilität bei Freizeitmarathonläuferinnen zu erfassen und ihre Beziehung zum Alter, zur Rennzeit und zu den anthropometrischen Eigenschaften (Körperfettanteil, fettfreie Masse) zu untersuchen für Fettfreie Masse (FFM) und Gesamtquerschnitt der Oberschenkelmuskulatur (CSA). Dreiunddreißig weibliche Marathonläufer (Alter 40,0 ± 8,9 Jahre, Körperfettanteil 19,5 ± 4,6% und persönlicher Rekord 4:34 ± 0:39 h: min), unterteilt in drei Altersgruppen (<35, 35–45 und> 45 Jahre) und in drei Leistungsgruppen (Rennzeit <4:15 h: min, 4: 15–4: 45 h: min und> 4:45 h: min) wurden untersucht auf Sit-and-Reach-Test (SAR), isometrische Muskelkraft Tests, Squat-Jump, Counter-Movement-Jump und Fv-Test auf einem Fahrradergometer. Die Hauptergebnisse waren, dass die Teilnehmer unter Berücksichtigung der Normen der Allgemeinbevölkerung mäßige Werte für Körperzusammensetzung und körperliche Fitness hatten, die Altersgruppe <35 Jahre hatte eine bessere Sprungfähigkeit als die Altersgruppe 35–45 Jahre und >45 Jahre und die ältere Altersgruppe hatte niedrigere Werte für F0, Pmax und rPmax als ihre jüngeren Altersgenossen, die langsamste Leistungsgruppe erzielte den höchsten Wert bei SAR und die isometrische Stärke, F0 und Pmax korrelierten weitgehend mit der Körpermasse und dem FFM. In Anbetracht des Fehlens vorhandener Daten zur anaeroben Leistung und zur neuromuskulären Fitness von Marathonläuferinnen würden die in dieser Studie nachgewiesenen Ergebnisse für Trainer nützlich sein, um das Training ihrer Sportler zu überwachen. Auch wenn diese Parameter nicht auf die Rennzeit bezogen waren, sollten sie regelmäßig überwacht werden, da sie entweder Bestandteil der gesundheitsbezogenen körperlichen Fitness (Muskelkraft und Flexibilität) sind oder Läufern (anaerobe Kraft) unter bestimmten Umständen wie Aufstiegen während eines Rennens helfen könnten. Die ganze Arbeit ist zu finden unter www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphys.2018.01563/full



Dieser Artikel stammt von Beat Knechtle - Arzt und Ausdauerathlet
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