Pacing im Marathon

Datum 28.03.2018 10:56 | Thema: 

The influence of pacing strategy on marathon world records

Das Pacing ist für verschiedene Sportarten und verschiedene Strecken entscheidend. Eine spanische Gruppe hat das Pacing von Elite-Marathonläufern im Rahmen von neuen Weltrekorden in den letzten 50 Jahren untersucht. Sie teilten ehemalige Marathon-Rekordhalter in zwei Gruppen ein: klassische Athleten (Rekordhalter zwischen 1967 und 1988) und zeitgenössische Athleten (Rekordhalter zwischen 1988 und 2018). Die Gesamtdistanz des Marathons wurde in 8 Abschnitte von 5 km und 1 letzter Abschnitt von 2,195 km unterteilt, und die relative Durchschnittsgeschwindigkeit jedes Abschnitts wurde einzeln berechnet. Im Durchschnitt waren die Athleten im ersten Halbmarathon etwas schneller als im zweiten Halbmarathon, wo sie sich progressiv verlangsamten. Beim Vergleich von klassischen und zeitgenössischen Athleten beobachteten sie jedoch dass klassische Athleten signifikant schneller starteten, obwohl ihre Geschwindigkeit nach 25 km dramatisch abnahm und signifikant langsamer war als in ihren zeitgleichen Kontrahenten. Die Studie zeigte, dass sich die Pacing-Strategien der besten Marathonläufer der Welt in den letzten 50 Jahren verändert haben. Obwohl ein negatives Pacing (am Schluss schneller werden) als die effizienteste Option angesehen wird, könnte eine Pacing-Strategie mit kleinen Tempowechseln während der ganzen Marathonstrecke zukunftsweisend sein. Die ganze Analyse ist zu finden unter https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29557279



Dieser Artikel stammt von Beat Knechtle - Arzt und Ausdauerathlet
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