*
Titelbalken
  Beat Knechtle - Arzt und Ausdauerathlet   Velos Motos Gollino
Menu
Startseite Startseite
News News
Arzt Arzt
Lebenslauf Lebenslauf
Publikationen Publikationen
Athlet Athlet
Anthropometrie Anthropometrie
Trainingsumfang Trainingsumfang
Resultate Resultate
Bedeutende Daten Bedeutende Daten
Sponsoren Sponsoren
Wettkampfstatistik Wettkampfstatistik
Kontakt Kontakt
Formular Formular
Adresse Adresse
Newsletter Newsletter
Impressum_Sitemap
Suche
PrinterFriendly
Druckoptimierte Version

Newsletter

 


 
2007: Januar, Dezember
2006: Januar, August
2005: Februar, Juni, August, September
2004: August, Oktober, Dezember
 
 

Newsletter 2007

Dezember 2007

Geschätzte Abonnenten des Newsletters

Wegen starker beruflicher Beanspruchung kann ich erst jetzt wieder einen Newsletter erstellen. Während des Jahres 2007 habe ich an verschiedenen Wettkämpfen wieder viele Athleten messen können um einerseits etwas über den Einfluss der Anthropometrie auf die Leistung und andererseits die Veränderung der Körperzusammensetzung bei langen bis sehr langen Belastungen beschreiben zu können.

Dank der kompetenten Mitarbeit von Dr. sc. nat. Götz Kohler vom Biozentrum der Universität Basel konnten wir zusammen etliche Manuskripte zur Publikation in sportmedizinischen Zeitschriften wie British Journal of Sports Medicine, International Journal of Sports Medicine, Research in Sports Medicine, Journal of Sports Science and Medicine und andere bringen. Die Abstracts können Interessenten auf den website der Journals oder via PUBMED anschauen. Bei Interesse können wir die Publikationen als pdf-files (soweit vorhanden) zur Verfügung stellen. Unsere Arbeiten sind wahrscheinlich noch relativ gut, werden wir doch regelmässig von internationalen Forschungsgruppen um reprints angefragt.

Eine wichtige Kernaussage der Arbeiten von 2006 ist die Tatsache, dass bei langen Laufbelastungen nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse abgebaut wird. Das wird in 2 Publikationen erscheinen. Die erhobenen Daten von 2007 sind noch in Auswertung, aber auch hier werden wir etliche neue Aspekte zur Extremausdauer publizieren können. Für 2008 haben wir bereits 2 grössere Projekte in Arbeit, um unsere Ergebnisse und Schlussfolgerungen von 2006 und 2007 zu bestätigen. In 2009 werde ich dann meine Ergebnisse an einem internationalen Kongress vorstellen können.

Die Auflagen für eine Habilitation an der Universität Zürich habe ich erfüllt, mein Dossier liegt bei der zuständigen Kommission.

Unabhängig von diesen Arbeiten habe ich hart trainiert. Die Intensität habe ich wieder weiter erhöht, den Umfang deutlich reduziert. Dank der guten Grundlage aus den letzten Jahren konnte ich mit weniger Aufwand mehr erzielen. Fuhr ich früher im Training mit unter 30 km/h in der Ebene, fahre ich jetzt mit 35 km/h und teils mehr. Auch das Laufen habe ich gesteigert, deshalb sind deutlich weniger Radkilometer zusammengekommen.

Bei den Wettkämpfen blieb ich zurückhaltend, wollte den (verregneten) Sommer für das Training nutzen und erst im Herbst starten. Die Planung ging voll auf und ich konnte zum dritten Mal in Serie und zum vierten Mal insgesamt den Triple Iron USA gewinnen. Im Gegensatz zu den beiden Wettkämpfen in 2005 und 2006 mit Kälte und Regen hatten wir 2007 Temperaturen bis 39° Celsius. Das harte Training zahlte sich aus, ich unterbot meine bisherige Bestzeit auf der Strecke um 7 (!) Stunden und stellte einen neuen Streckenrekord am Lake Anna auf. Hätten ein paar Details noch besser geklappt, wäre ich unter 40 Stunden gekommen. Wer denkt, das sei langsam gegenüber den europäischen Wettkämpfen, sollte bedenken, dass wir auf dem Rad fast 2500 Höhenmeter zu bewältigen hatten und die Laufstrecke ebenfalls stark coupiert ist. Und bei Temperaturen von fast 40° ist eine Zeit von 41 Stunden doch noch relativ gut.

An der World Challenge Quintuple Iron in Mexico über die fünffache Ironman-Distanz mit je einem Ironman während 5 aufeinanderfolgenden Tagen war ich nach Tag 2 noch alleine im Rennen und kam so solo und ungefährdet zum Sieg.

Für 2008 werden wir die sehr vielen Zahlen von 2007 zur Publikation bringen, dann an zwei Wettkämpfen noch offene Fragen in Studien bearbeiten und hoffen, in 1-2 Jahren in Form von guten Übersichtsartikeln über die gesammelten Werke berichten zu können.

Das Training wird in der gleichen Härte weitergehen, allerdings werden die Starts an Wettkämpfen dürftig ausfallen.


Beat Knechtle


>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Newsletter 2/2006

Januar 2007

Geschätzte Abonennten des Newsletters

Das Jahr 2007 hat schon angefangen und ich sollte über die zweite Hälfte von 2006 noch berichten

Im Juli am Triple Iron Germany waren starke Athleten am Start und es reichte nur zu Rang 5. Anschliessend wollte ich in der Ostsee trainieren um mich auf das Marathonschwimmen im Zürich vorzubereiten. Aber das Wetter wurde schlecht und so fuhren wir ohne Ferien am Meer wieder nach Hause.

Anfangs August am Wochenende nach dem Triple Iron schwamm ich erneut das Marathonschwimmen im Zürichsee. Bei sehr schlechtem Wetter gab es eine sehr schlechte Zeit, reichte aber bei den Senioren zum Sieg.

Im August - wieder ein Wochenende später - bin ich trainingshalber vom Bodensee an den Genfersee gelaufen. Das wollte ich schon immer und habe das Datum lange im Voraus reserviert. Leider war das Wetter erneut katastrophal und ich bin fast die ganze Strecke im Regen und in der Kälte gelaufen. Einzig im Berner Oberland schien die Sonne, meine Frau konnte dann die Kleider trocknen. Eine kurze Story: Als ich in der ersten Nacht resp. am frühen Morgen durch Sarnen lief, im strömenden Regen, Regenschutz, Stirnlampe und blinkende Rücklichter, da kam ich einem betrunkenen Heimkehrer entgegen. Der war gerade mit dem Handy am telefonieren. Als er mich sah, musste er kurz das Gespräch unterbrechen und war sich dann nicht ganz sicher, ob er jetzt richtig gesehen hat oder ein Alien unterwegs war….

Im August war ich noch bei Prof. Vetter an der Universität Zürich und wir haben den Fahrplan für meine Habilitation festgelegt. Von den Feldstudien, die ich dieses Jahr durchführe, sollten ein paar noch „in press“ sein, damit das Habilitationsverfahren eingeleitet werden kann.

Im September haben meine Frau und ich fleissig Daten ausgewertet und ich habe dank des guten Wetters den Trainingsrückstand etwas aufholen können. War 1 Woche im Tessin und konnte innerhalb von 9 freien Tagen fast 2’000 Radkilometer machen.

Im Oktober konnte ich nach 2003 und 2005 zum dritten Mal den Triple Iron USA, den längsten Triathlon Nordamerikas, gewinnen. Nicht dass in den USA nur Pfeifen am Start stünden, mir kam einfach das Wetter entgegen. Eigentlich habe ich fast alle Wettkämpfe 2006 bis zum Triple Iron USA in Regen und Kälte gemacht, so war es in den USA nicht anders. Am Abend vor dem Start setzte der Regen ein, die Temperatur sank auf 10° am Tag und auf unter 8° in der Nacht, begleitet von sehr starkem Wind und anhaltendem Regen. Und so bin ich halt 540 km Rad in etwa 26 Stunden Dauerregen gefahren und fast erfroren. Rund 50 % der Starter haben übrigens schon auf der Radstrecke – in der ersten Nacht - aufgegeben…

Im November war dann die Weltpremiere „World Challenge Deca Iron“ über 10 x 3.8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen. 17 Athleten waren am Start, die Hälfte hat das Ziel im Zeitlimit erreicht. Mir gelang ein ansprechendes Resultat, kam ich doch mit nur 3 Stunden Rückstand auf den Sieger Pascal Jolly vom französischen Pro-Team auf Rang 3. Wäre das Rennen länger gegangen (so über 20 x Ironman), wäre ich wahrscheinlich weiter vorne rangiert gewesen. Denn mit zunehmender Dauer des Rennens kam ich immer besser auf Touren, während die Athleten vor mir immer mehr Probleme zu beklagen hatten.

Nach den Wettkämpfen musste ich eine sportliche Zwangspause einlegen, denn mit dem Verfassen der verschiedenen Manuskripte und dem Studentenkurs sowie Kongressteilnahme und verschiedenen anderen Terminen brachte ich nicht mehr alles auf die Reihe.

Prof. Neumann aus Leipzig hat sein Buch „Ernährung im Sport“ für 2007 in neuer Auflage herausgebracht. Empfehlenswert für jeden Athleten, der sich Spezial- und Detailwissen zur Ernährung aneignen will. Sein Buch „Optimiertes Ausdauertraining“, das ebenfalls 2007 in neuer Auflage erscheint, widmet sich verschiedenen Themen zur Optimierung des Trainings. Es zeigt ganz klar auf, dass Grundlagenkenntnisse unabdingbar sind zum erfolgreichen Konzept eines erfolgsversprechenden Trainings.

Ende Dezember hat mich noch eine traurige Nachricht aus USA erreicht. Der amerikanische Ultraläufer Marc Witkes aus Durango in Colorado ist auf der letzten Meile des Marathons von Tucson verstorben. 2002 waren Marc und ich am Triple Iron USA am Start. Erschreckend für mich ist die Tatsache, dass der 40-jährige erfahrene Ultraläufer an so einem kleinen Marathon dieses Schicksal erleiden muss. Der plötzliche (Herz-)Tod ist eigentlich gemäss Literatur eher bei langsamen und untrainierten Läufern am Ende der Marathonstrecke gehäuft. Marc als Naturbursche und zäher Berg- und Trailläufer wird mir bei jedem Ultrastart in Erinnerung bleiben und daran erinnern, dass auch wir Ultras nicht aus Stahl sind!

2007 werde ich wieder wie 2006 an verschiedenen Wettkämpfen verschiedene Athleten und Parameter messen um der Antwort auf die Frage, ob bei sehr langen Belastungen Fett und/oder Muskel abgebaut wird, weiter auf die Schliche zu kommen. Ich werde nur noch vereinzelt an Wettkämpfen starten.


Beat Knechtle


>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Newsletter 1/2006

August 2006

Geschätzte Abonennten des Newsletters

Die erste Hälfte des Jahres 2006 ist bereits vorüber und es wird Zeit, wieder einmal die Aktualitäten zu bringen. Bedingt durch Zeitmangel bin ich etwas im Rückstand. In chronologischer Form nun die wichtigsten Aspekte der ersten Jahreshälfte.

Im Januar – wie eigentlich die ganze erste Hälfte 2006 – habe ich intensiv am Manuskript der 2. Auflage meines «Buches» gearbeitet. Eigentlich war effektiv eine 2. Auflage beim Karger-Verlag geplant. Aus verschiedenen Gründen mussten wir dann umdisponieren und haben im Verlag RUBMEDIA in Bern eine kompetente Firma gefunden, die alle Manuskripte in elektronischer Form herstellt und dann via Internet und CD über die Firma E.C. Robins Switzerland GmbH angeboten werden. Empfehlen kann ich übrigens noch das Buch von Muster M, Zielinski R «Bewegung und Gesundheit – Gesicherte Effekte von körperlicher Aktivität und Ausdauertraining», erschienen im Verlag Steinkopf, Darmstadt. In prägnanter Weise stellen die Herren das dar, was ich schon lange predige und niemand hören will!

Im Februar konnte ich am 12-Stunden-Indoor-Cycling Marathon in Abtwil starten. Der Veranstalter hat mir extra ein Rad mit Kilometerzähler organisiert. Da ich bei einem Double Iron in 12 Stunden jeweils die 360 km fahre, setzte ich mir das Ziel – wenn es ja keinen Wind, keine streunenden Hunde, keine Flaschen und keine Betrunkenen und so auf der Piste hat – die 400 km zu schaffen. Ich sass noch nie auf so einem Spinningbike und hatte zu Beginn echte meine Mühe. Teils hat es mich fast vom Rad geschmissen oder die Schuhe ausgezogen. Dann musste ich jede Stunde die Verpflegung holen und auf die Toilette. Dennoch habe ich ganz genau die 400 km geschafft. Im Februar hatte ich leider noch einen schwarzen Tag. Als ich nach einer kurzen Pause beim Radergometertraining wieder die Kellertreppe hinunter stieg, rutschte ich mit den Radschuhen auf der untersten Stufe aus. Eigentlich nicht speziell tragisch. Dumm war einfach, dass ich mich aufzufangen versuchte und dabei die Sehne des m. rectus femoris rechts zerriss. Die Diagnose war leider erst 2 Monate später im MRI klar und somit zu spät, um noch eine funktionstüchtige Sehnennaht zu machen. Andere Sportler – wie ich vor kurzem in der Zeitung gelesen habe – sind dann am Ende ihrer Karriere. Bei mir ist es noch nicht so weit! Orthopäden haben mich getröstet, man könne auch ohne m. rectus femoris rechts noch gut Sport machen. Einer war aber der Meinung, im meinem fortgeschrittenen Alter sei jetzt aber wirklich langsam Schluss mit so Sport. Der wird dann schon noch von mir hören!

Im März tat sich nicht vieles, einzig in der beruflichen Karriereplanung mit dem Didaktikkurs der Medizinischen Fakultät der Uni Zürich bin ich einen kleinen Schritt weitergegangen.

Im April konnte ich nach einem mühsamen und sinnlosen Militärdienst endlich ein paar Tage die Wärme und Sonne der Toskana geniessen. 1650 Radkilometer in 9 Tagen und eine braune Birne waren die Ausbeute! Zusammen mit der Familie haben wir auch etliche Spaziergänge am Meer gemacht, in feinen italienischen Restaurants gegessen und Städte besichtigt. Wenn man die Zeit nutzt, kann man sehr viel in einen Tag hineinpacken. Und eben nach dieser wunderbaren Zeit kam dann die ernüchternde MRI-Diagnose des Sehnenabrisses.

Im Mai musste ich etwas auf das Laufen setzen, wollte ich doch am Isarrun neben einer wissenschaftlichen Datenerhebung auch als Läufer nicht als Letzter ins Ziel kommen. Der Auftakt anfangs Mai am 12-Stunden-Lauf in Basel kam ganz gut, mit Rang 3 im Gesamtklassement gab es gar noch einen Blumentopf. Am Isarrun musste ich über Kies und Bäche, Wurzeln und Viehgatter hüpfen. War nicht ganz meine Welt, denn als Asphalt-Läufer ist man zwischen den Kuhfladen und am Flussufer nicht ganz am richtigen Ort. Den Isarrun kann ich aber jedem empfehlen, der einmal einen gut organisierten Etappenlauf machen will. Ulrich Welzel und sein Team achten wirklich extrem gut auf jedes noch so kleinste Detail für die Läufer.

Im Juni begann dann nach dem Lehrärztetreffen der Ernst des Lebens mit dem Studentenkurs in der Praxis. Im Wintersemester wird dann der Kurs Klinische Untersuchung des Bewegungsapparates für Medizinstudenten an der Uni Zürich folgen. Mitte Juni setzte ich meinen lädierten Oberschenkel rechts erstmals an einem Ultratriathlon ein. Rang 4 am Double Iron in Moosburg entsprach nicht ganz meinem Potential, war doch der Wettkampf nicht gerade extrem brilliant organisiert. Und so trottete ich einfach vor mich hin und machte das Ding noch fertig. Während der Wettkampf eher bescheiden ausfiel, war dafür meine Datensammlung zum Thema «Verhalten von Muskel- und Fettmasse bei Extremausdauer» bemerkenswert. Die Triple-Iron-Triathleten verloren im Schnitt rund 2 kg Körpergewicht, davon 0.8 kg Muskelmasse und 1.2 kg Fettmasse.

Im Juli startete ich wieder einmal an einem Ironman um zu schauen, was denn so für den Deca im November in Mexiko drin liegt. In Roth ging ich am Ende des Feldes ins Wasser, zu spät über den Schwimmstart (1:02 für die 3.8 km) bei dem grossen Haufen, kämpfte mich mühsam nach vorne, war dann während Rad (2 Pausen für Landjäger essen und Sonnencrème einreiben) und Laufen (an jedem Posten – alle 2 km – anhalten und futtern) dauernd am Überholen und kam nach 10:30 gut erholt und vollgefressen im Ziel an. Die Zeit lag nur unwesentlich über meiner persönlichen Bestzeit über die Ironman-Distanz. Obwohl ich eigentlich der Meinung war, dass ich durch das viele langsame Training und die ständig langsamer werdenden Schlusszeiten über Double und Triple immer nur noch langsamer und träger werde, war diese Zeit doch noch erfreulich. Würde ich jetzt wie die meisten anderen total stressen, wäre eine Zeit um 09:30 oder schneller problemlos möglich. Aber ob das lustig ist? Hetzen kann ich ja im Beruf, am Sonntagmorgen beim Sportmachen hetze ich nicht gerne!

In der Vorbereitung auf den Triple Iron von Lensahn habe ich wieder konsequent mein Fatloading eingesetzt. Ein Artikel dazu ist auch in der Schweizerischen Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie erschienen. Zwei Wochen vor dem Start in Deutschland bin ich eine Probefahrt über St. Gallen-Winterthur-Zurzach-Basel-La Chaux de Fonds-Neuenburg-Bern-Thun-Interlaken-Brünig-Luzern-Zug-Zürich-Winterthur-St. Gallen mit 610 km und 2 Hamburger- und 1 Kebab-Pause gefahren. Dank des Fatloadings benötigte ich praktisch keine Energieaufnahme unter Belastung, musste einzig regelmässig wegen der Hitze meine Flaschen auffüllen und kann nun die teils entleerten Fettspeicher in der Schlussvorbereitung auf Lensahn noch kräftig superkompensatorisch auffüllen. Als unmittelbare Vorbereitung stehen noch ein paar Laufeinheiten über 30 und 40 km bevor, wenn das Wetter mitmacht noch die Pässe im Engadin in 3 Tagen abfräsen und ein paar Schwimmeinheiten in der Badi. In Lensahn hoffe ich auf mildes und trockenes Wetter; dann werde ich versuchen, die Rangierung aus 2005 zu wiederholen.


Beat Knechtle


>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Newsletter 4/2005

Januar 2006

Geschätzte Abonennten des Newsletters

Der aktuelle Newsletter blickt zurück auf 2005 und vorwärts auf 2006.

Der Vorbereitungswettkampf in den USA, der Triple Iron in Virginia, stand im Zeichen des Wetters. Dauerregen und Sturmböen als Ausläufer eines Hurrikans machten den Athleten das Leben schwer. Bereits auf der Radstrecke stiegen deshalb einige Wettkämpfer aus. Gewohnt an nasskaltes Wetter konnte ich offensichtlich am besten mit den äusseren Bedingungen umgehen und das Rennen zum zweiten Mal nach 2003 gewinnen. Und dies obwohl ich erst auf der Laufstrecke nach etwa dem ersten Halbmarathon auf die Spitze aufschliessen konnte.

In Mexiko gelang mir an der Ultra-WM über die fünffache Ironman-Distanz nur der enttäuschende 6. Rang. Nach dem Schwimmen in Führung, konnte ich an dritter Stelle auf die Laufstrecke wechseln. Verschiedene Unannehmlichkeiten wie eine ausgeprägte Dehydratation und eine leider insuffiziente Betreuung liessen es nicht zu, eine bessere Radzeit und/oder dann den Rang auf der Laufstrecke zu halten. Nach Rang 8 (Deca 2002) und Rang 7 (Deca 2004) zeigt sich ein Trend, nach 2000 wieder in die Top 3 auf den ultralangen Strecken zu kommen. Ich bin aber der Meinung, der liebe Gott hat mich nicht für diese langen Strecken geschaffen. Denn ich strebe eher eine Verbesserung der Zeit über die Triple Iron-Distanz an, da mir diese Distanz (bisher 4 Siege) doch speziell liegen muss.

Rückblickend reichten die erzielten Ränge für den 4. Schlussrang im IUTA World Circuit 2005. Erstaunlich auch, dass ich bei praktisch allen Starts an den Ultratriathlons als schnellster Schwimmer aus dem Wasser kam und mir gerade an der WM in Litauen (Double Iron) und Mexico (Quintuple Iron) die Prämien oder Trophäen als schnellster Schwimmer ergattern konnte.

Mittlerweile gehe ich in die 10. Wettkampfsaison als Ultratriathlet und bin noch müde. Voll motiviert bereite ich mich für 2006 vor. 2005 habe ich über 30'000 Radkilometer gefahren, eine solide Grundlage für 2006. Mit bald 42 Jahren komme ich in die besten Jahre als Langstreckenathlet. Eingesehen habe ich aber in den letzten 9 Jahren, dass ich weder auf der Sprint-Distanz (Double Iron) noch auf der Lang-Distanz (Quintuple Iron und Deca Iron) Aussichten auf gute Rangierungen habe. Die eine Distanz ist zu kurz und zu schnell, die andere zu lang – wenigstens für mich. Also fokussiere ich auf die Mittel-Distanz (Triple Iron) und versuche dort mit schnellen Rennen wieder gute Ränge zu machen.

2006 werde ich in der Vorbereitung auf die Ultras endlich einmal mit einem regelmässigeren Lauftraining starten müssen. Radfahren kann ich ja. Als Druckmittel für mich selber habe ich mich am Isarlauf angemeldet. 333 km müssen da in 5 Tagen absolviert werden. Um eine gute Rangierung zu erzielen, muss man mit 12 km/h durchlaufen. Und ich möchte nicht Letzter werden! Bereits im Dezember 2005 habe ich mit dem Lauftraining begonnen. Je nach Wetter und Lust bin ich schon 250 km pro Woche gelaufen. Dafür hat das Radfahren gelitten. Ansonsten werde ich 2006 nur ganz wenige Testwettkämpfe zur Standortbestimmung absolvieren und voll auf die Triple Iron-Distanz fokussieren.

Ich befürchte, dass ich noch bis 50 weitermache. In der Hoffnung, dass der eine oder andere Leser sieht, dass man mit „over forty“ wohl bei den „Masters“ startet und unter „Senioren XX“ rangiert wird, aber noch lange nicht zum alten Eisen gehört, grüsse ich
 


Beat Knechtle


>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Newsletter 3/2005

September 2005

Geschätzte Abonennten des Newsletters

Vor dem Saisonfinale in USA und Mexiko einige Aktualitäten:

Medizin und Sportmedizin:
Prof. Coyle hat über Lance Armstrong einen Fallbericht geschrieben, der unter http://jap.physiology.org/cgi/content/full/98/6/2191 und http://www.edb.utexas.edu/coyle/armstrong.php einzusehen ist. Prof. Coyle beschreibt darin genau, was Lance Armstrong von seinen Gegnern unterscheidet.

Vom Race across America (RAAM) 2003 konnten wir von Marcel Knaus anlässlich seines hervorragenden 4. Ranges Zahlen auswerten und unter http://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/sportsmed/doi/10.1055/s-2004-821136 publizieren. Es ist beeindruckend, was für eine Energie bei so einem extremen Rennen umgesetzt wird. Die Publikation kann auch bei mir in elektronischer Form bezogen werden.

Ultrasport:
Der Saisoneinstieg in Lensahn verlief befriedigend. Ohne grosse Anstrengungen kam ich auf locker auf Rang 3 mit einer allerdings sehr bescheidenen Schlusszeit. Dies dürfte auf die extremen äusseren Bedingungen mit sintflutartigem Regen und Überschwemmungen der Radstrecke zurück zu führen sein.

In der Vorbereitung auf den Triple Iron USA (http://www.usaultratri.com/) und den Quintuple Iron Mexiko (http://www.multisport-mx.com/FramEn.htm) dürfte ich zeitlich gut liegen. Nachdem ich das Schwimmen beim Triple Iron Germany unter 3 Stunden und beim Double Iron Lithuania unter 2 Stunden jeweils als Erster erledigt habe, darf ich mir gewisse Hoffnungen auf die Prämie als schnellster Schwimmer am Quintuple Iron in Mexiko machen. Aktuell habe ich fast 24'000 Radkilometer seit Anfang Jahr zurückgelegt und hoffe, auch auf der Radstrecke nicht der Langsamste zu sein. Beim Laufen dürfte ich wie üblich nicht extrem schnell sein, da ich dort noch wenig Kilometer gemacht habe. Aber bis zu den Rennen lässt sich da schon noch etwas richten.

Eine besondere Ehre wird mir zuteil mit dem Eintrag im Buch „Who’sWho in the World®“ (http://www.marquiswhoswho.com/) in der 23. Auflage im Jahr 2006. Mit Brief vom Juli 2005 teilt mir der Herausgeber mit „Because of the reference value of your outstanding achievements, Marquis Who’s Who has selected your biographical profile for inclusion in the forthcoming 23rd (2006) Edition of Who’s Who in the World. This exciting, new edition will feature biographies of 50’000 of the most accomplished men and women from around the globe and across all fields of endeavor. It is a testament to your hard work and dedication to success that you have earned a place in Who’s Who in the World. You should be proud of your achievements”.

Der nächste und letzte Newsletter 2005 wird nach der Ultra-WM in Mexiko kommen.

Bis zum nächsten Mal
 

Beat Knechtle


>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Appenzeller Volksfreund

13. August 2005
Beat Knechtle - Podestplatz am längsten Triathlon Europas - Appenzeller Volksfreund 13. August 2005 Podestplatz am längsten Triathlon Europas

Der Appenzeller Triathlet Beat Knechtle hat am Triple Iron Germany an der Ostseeküste den 3. Rang erzielt. Der Wettkampf über 11.4 km Schwimmen, 540 km Radfahren und 126.6 km Laufen ist der längste Triathlon Europas. 29 Männer und 2 Frauen aus 8 Ländern stellten sich der Strecke. Beat Knechtle kam in Führung liegend aus dem Wasser auf die Radstrecke. Der Deutsche Schiwon löste Knechtle schon wenig später ab. Die Hitze von 30° führte aber dazu, dass der Deutsche schon nach wenigen Stunden dehydriert im Sanitätszelt an der Infusion lag und sich einen grösseren Rückstand einhandelte. In der Zwischenzeit setzten sich der Deutsche Strauch und der Däne Greisen vor den Schweizer. Im Laufe der Radstrecke öffnete der Himmel seine Schleusen so massiv, dass die Strasse überschwemmt wurde und durch die Feuerwehr geräumt werden musste. Das Trio Strauch/Greisen/Knechtle ging trotz der widrigen Umstände in dieser Reihenfolge auch auf die Laufstrecke, auf der das Wetter im gleichen Stil weiterging. Aber die drei führenden Athleten konnten die Plätze 1 bis 3 in unveränderter Reihenfolge dank einer soliden Laufleistung ins Ziel bringen. (Bild: zVg)

>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Newsletter 2/2005

Juni 2005

Geschätzte Abonennten des Newsletters

Mein Start in die Triathlonsaison 2005 wird erst im Juli am Triple Iron Germany in Lensahn sein, da der Quintuple Iron ja auch erst im November aktuell wird. Was ist so aktuell:

Medizin:
Stefan Bircher und ich haben drei Manuskripte zur Evaluation für den wissenschaftlichen Preis 2005 der Schweizerischen Gesellschaft für Sportmedizin eingereicht:
 

Knechtle et al. Fat oxidation in men and women endurance athletes in running and cycling. Int J Sports Med 2004; 25: 38-44
Bircher & Knechtle. Relationship between fat oxidation and lactate threshold in athletes and obese women and men. J Sports Sci Med 2004; 3: 174-181

Bircher et al. Is the highest fat oxidation rate coincident with the anaerobic threshold in obese women and men? Eur J Sport Sci 2005, in press

 

Wir haben uns in diesen Studien mit dem Thema der Fettoxidation und dem Zusammenhang der Laktatschwelle beschäftigt. Wir wollten herausfinden, ob zur Bestimmung der Intensität der höchsten Fettoxidation ein Laktatstufentest reicht, um anhand der Laktatwerte – und ohne aufwendige Ergospirometrie – indirekt die Intensität der höchsten Fettoxidation bestimmen zu können. Eine weitere Arbeit zu diesem Thema ist noch in Revision bei Eur J Clin Invest. Ob wir mit unseren Manuskripten in die Kränze kommen, sei dahingestellt.

Sport:
Die Saison 2005 läuft und ich werde wie erwähnte erst im Juli einsteigen. Mit aktuell anfangs Juni über 13'000 zurückgelegten Radkilometern setze ich dieses Jahr im Hinblick auf die Ultra-WM über die fünffache Ironman-Distanz das Hauptaugenmerk auf die Radstrecke. Ich hoffe, dass ich bis Ende Oktober den Jahresumfang von rund 27'000 Radkilometer erreicht habe und dann in Mexiko eine gute Radzeit hinlegen kann. Wenn das Wetter und der Rest mitspielen wäre die Idee, aus dem Wasser auf das Rad und erst nach 900 km wieder absteigen für die erste Pause.

Bis zum nächsten Mal
 

Beat Knechtle


>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Newsletter 1/2005

Februar 2005

Geschätzte Abonnenten des Newsletters

Der erste Newsletter des neuen Jahres soll auf die verschiedenen Projekte von 2005 bis 2006 hinweisen.

Das eine Gebiet befasst sich mit dem Schreiben und so. Der Sportwissenschafter Stefan Bircher, der nach einem Aufenthalt in Australien nun zurück in der Schweiz ist, schliesst seine in Nottwil angefangene Doktorarbeit nun ab. Noch 2 Laborstudien müssen unter Dach und Fach gebracht werden. Ein erster sportmedizinischer Fallbericht wird anfangs März publiziert, ein zweiter Fall ist in Vorbereitung. Dann werden wir aufgrund der erhaltenen Daten einige Übersichtsartikel verfassen und uns dann an die 2. Auflage des Buches „Leistung und Ernährung im Sport“ machen. Aufgrund meiner verschiedenen Publikationen habe ich zudem einige Aufträge an verschiedenen Institutionen erhalten. Ich darf dort mein Wissen weitergeben. Würde bringt Bürde und ist mit Mehrarbeit verbunden.

Das andere Gebiet ist der Sport. Sicherlich werde ich auch in 2005 einige 12 Stunden- und 24-Stunden-Rennen als Vorbereitung und Standortbestimmung machen. Daneben starte ich auch an ein paar längeren Radrennen zwischen 300 bis 1100 km. Das Ganze zielt auf den Herbst ab. Im Oktober starte ich wieder am längsten Triathlon der USA und im November an der WM im Ultratriathlon. Dieses Mal ist die WM ein fünffacher Ironman, der in Mexiko stattfindet. Auf der Piste in Monterrey möchte ich die 900 km Rad in 30 Stunden fahren. Wenn Wetter und Wind gut sind, dürfte das möglich sein. Das Ziel ist, die 19 km Schwimmen in 6 Stunden und die 900 km Rad in 30 Stunden zu machen, so dass ich nach 36 Stunden auf die Laufstrecke wechseln will. An den Wettkämpfen in USA und Mexiko steht sicherlich der Wettkampf im Vordergrund. Aber mein Begleiter Pascal Müller wird dort Filmaufnahmen machen. Einerseits müssen typische Wettkampfszenen und andererseits Interviews mit Athleten, Betreuern und Veranstaltern gemacht werden. Die Idee ist, einen Film als Lehrfilm für zukünftige Athleten, Betreuer und Veranstalter zu erstellen.

2006 plant Jorge Luis Andonie in Mexiko einen zehnfachen Ironman zu machen. Dann werden aber nicht 38 km Schwimmen, 1800 km Radfahren und 422 km Laufen in dieser Reihenfolge hintereinander auf dem Plan stehen, sondern jeden Morgen wird zu einer Ironman-Distanz gestartet. Und das 10 Tage lang jeden Tag. Wenn man sich ein wenig beeilt, kann man da ja jede Nacht friedlich schlafen. Eigentlich etwas für Weicheier und Warmduscher. Aber wäre einmal etwas anderes, jeden Morgen frisch gewaschen auf das Velo zu steigen und am Abend nach dem Laufen frisch geduscht in den Schlafsack zu steigen. Oder eben etwas für faule Säcke.

Pascal Müller hat übrigens noch DVDs vom Deca Hawaii für Interessenten. Oder einfach für Menschen, die einmal sehen möchten, was bei so einem Wettkampf Tag und Nacht abläuft.

In diesem Sinne und wie Tom Knoll auf Hawaii auch so schön sagte „Keep on going“

 

Beat Knechtle


>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Newsletter 3/2004

Dezember 2004

Geschätzte Abonennten des Newsletters. Der dritte und letzte Newsletter des Jahres 2004 ist ganz dem Deca Hawaii gewidmet.

Bis jetzt wurde der Decatriathlon jeweils in Mexico durch Jorge Luis Andonie und seine Firma Multisport Andonie durchgeführt. Nach mehreren Austragungen wollte er einem Veranstalter in einem anderen Land die Möglichkeit geben, die längste Triathlondistanz als Weltmeisterschaft durchzuführen. Der Deca Hawaii stand leider unter einem sehr ungünstigen Stern. Ein Jahr vor dem Wettkampf hat der professionelle Veranstalter von verschiedenen Events auf Hawaii den Antrag für die Organisation der Ultratriathlon-WM 2004 bei der IUTA gestellt. Alle Auflagen für diesen höchsten Wettkampf der Ultratriathleten können gemäss seinen Angaben erfüllt werden. Das Teilnehmerfeld werde auf 30 Athleten limitiert, wobei nur die weltbesten Ultras zugelassen würden.

30 Athleten waren auf der Startliste, 25 erschienen zum Wettkampf. Leider war bei Eintreffen der Athleten das Athletendorf noch nicht fertig gestellt. Die Athleten selber mussten noch Zelte aufstellen. Es war keine Dusche vorhanden, kein fliessendes Wasser, keine funktionierende Küche, keine Beleuchtung der Strecke und der Belag der Radstrecke war eher für ein Crossrennen als ein Strassenradrennen geeignet. Die Verpflegung für das Schwimmen war am Start noch nicht vorhanden. Viele teils grosse Mängel zeigten sich während des Wettkampfes, so dass dieser Wettkampf sicher nicht WM-würdig war. So erstaunte es auch nicht, dass 48 Stunden nach dem Start des Rennens der Wettkampf kurz vor dem Aus war. Nur dank gemeinnütziger Arbeit der Teams der Athleten konnte der Event statutengerecht weitergeführt werden.

Unter http://www.sportproject.at/WM10-fachIRONMANweltrekordversuch/ hat das Team von Luis Wildpanner alle Details zum Wettkampf aufgeführt. Die versammelte Weltspitze im Ultratriathlon war am Start. Praktisch alle Top Ten-Athleten der Weltrangliste sowie weitere Spitzenathleten wollten auf Hawaii die Krone des Ultratriathlons erringen. Die äusseren Umstände des Wettkampfes erlaubten aber keine Exploits. So erstaunt es nicht, dass der grosse Favorit Luis Wildpanner auf der Laufstrecke aufgeben musste. Wadenprobleme nach einem Schlag während der Fahrt durch ein Schlagloch auf der Radstrecke gab er als Grund an. David Criniti, australischer Ultraläufer der Weltklasse, musste schon auf der Radstrecke aufgeben. Fabrizia Botanica, der schnellste Schwimmer, hatte Knieprobleme nach dem Radfahren und musste beim Laufen aufgeben. Und grundsätzlich waren die Schlusszeiten deutlich langsamer als in Mexiko.

Und das unerfreulichste Ereignis war die Tatsache, dass der Führende im Weltcup und 4-fache Saisonsieger Pascal Jolly auf der Laufrunde 40 Mal (!) während der Nacht abgekürzt hatte und sofort disqualifiziert wurde. Der Veranstalter konnte ihn in flagranti auf Video aufnehmen und ihm so ein Beweisstück vorlegen. Des Weiteren wurde beobachtet, dass der Italiener Giacomo Maritati abgekürzt hat. Leider gelang es nicht, sein Abkürzen auf Video als Beweis aufzunehmen. So konnte er nicht disqualifiziert werden. Ich weiss nicht, ob er Freude an seinem 2. Rang am Deca auf Hawaii und seinem 1. Rang im Gesamt-Weltcup hat. Ich persönlich denke, er sollte ein schlechtes Gewissen haben.

Persönlich habe ich das Schwimmen in etwas über 14 Stunden genau nach Plan gemacht. Da lag ich an 8. Stelle. Auf der Radstrecke war es wegen des sehr holperigen Belages zu schwierig, auf Tempo zu machen und nach vorne aufzuschliessen. Im Verlauf bekam ich wegen der Schläge immer mehr Schmerzen in den Hand- und Schultergelenken und mein Gesäss wurde durch das andauernde Rutschen auf dem Sattel aufgescheuert. So musste ich immer längere Pausen machen und verlor immer mehr Zeit. An 11. Stelle kam ich dann vom Rad und konnte mich auf der Laufstrecke noch auf den 7. Schlussrang verbessern. Der aufgescheuerte Hintern hat einen besseren Schlussrang leider nicht zugelassen.

So muss dieser Wettkampf als äusserst unerfreuliches Ereignis in die Geschichte des Ultratriathlons eingehen. Und mir als fleissig trainierendem Athleten ist in meiner offensichtlich grenzenlosen Naivität einmal mehr wieder schmerzlich bewusst geworden, dass gerade an der Weltspitze – unabhängig von der Sportart – am meisten beschissen wird.

 

Bis zum nächsten Mal

Beat Knechtle


>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Newsletter 2/2004

Oktober 2004

Die Zahl der Abonnenten des Newsletters sowie der Zugriffe auf meine Homepage haben sich gemäss meines Webmasters entwickelt. Hier nun Newsletter 2 des Jahres. Dieser ist ganz dem Triple in den USA und dem Deca auf Hawaii gewidmet.

Aus der Welt der Sportmedizin:

 

Unter http://www20.uludag.edu.tr/~hakan/sbtd/vol3/n3/8/v3n3-8pdf.pdf haben mein ehemaliger Mitarbeiter Stefan Bircher und ich eine Studie publiziert, in der wir der Frage nachgegangen sind, ob die Laktatschwelle und die Intensität der höchsten Fettoxidation bei Trainierten und Untrainierten zusammenfallen oder unterschiedlich sind. Wie wir in einer früheren Studie zeigen konnten, fallen Laktatschwelle und höchste Fettoxidation bei Trainierten zusammen, nicht aber bei Untrainierten. Daneben konnten wir auch noch zeigen, dass untrainierte Übergewichtige – entgegen der üblichen Annahme – bei 65 % VO2max die höchste Fettoxidation haben und also den Trainierten nicht so hinten nachhinken.

 

Aus der Welt des Ultrasports:
 

Am vergangenen Wochenende fand der Odyssey Triple Iron Triathlon in Virginia, USA, als längster Triathlon Nordamerikas statt. Als Vorjahressieger ging ich als Favorit an den Start. Mein Ziel war aber, den Ernstfall Deca Hawaii zu simulieren und nicht zu gewinnen. Leider war das Klima zu kühl. Die Temperaturen lagen in der Nacht teils nur knapp über dem Gefrierpunkt und kamen am Tag nur wenig über 30°. Auch blies kein Wind. Es waren also leider ideale Wettkampfbedingungen und die Simulation für Hawaii gelang nicht. Ich kam in Führung liegend aus dem Wasser und behielt bis etwa der Hälfte der Raddistanz diese Führung. Der Italiener Maritati drehte aber immer mehr auf und kam etwa 30 Minuten vor mir vom Velo. Er behielt die Führung auch beim Laufen, lag aber bis Kilometer 90 immer nur etwa 30 Minuten vor mir. Ich liess ihn dann gewähren, der zweite Rang reichte mir vollends. Zu erwähnen ist, dass der Maritati dieses Jahr bereits 2 Podestplätze holte und meinen Rekord von 27 Ironman-Distanzen in einem Jahr auf 30 Distanzen erhöhen will. Neben ihm machen dies auch der Italiener Catalano und der Luxemburger Fox. Leider wird diesen Athleten der Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde verwehrt. So wie im Jahr 2002 meine 28 Ironman-Distanz nicht akzeptiert wurden, werde auch ihre Zahlen nicht angenommen mit der Begründung, die zehnfache Ironman-Distanz sei einfach zu viel auf ein Mal …

Der nächste und letzte Newsletter des Jahres 2004 wird dem Deca auf Hawaii gewidmet, der von Mitte bis Ende November stattfindet. Alles was in der Szene Rang und Name hat wird am Start sein. Luis Wildpanner hat auf seiner Homepage und in den Zeitungen angekündigt, dass er mit neuem Weltrekord (unter 8 Tage) siegen werde. Er wird von einem 12-köpfigen Team begleitet, trainiert bis 15 Stunden pro Tag (nicht pro Woche) und wird 14 Tage vor dem Start zur Akklimatisation bereits in Hawaii sein. Ich sehe es da etwas bescheidener: 1 Begleiter, der sich Tag und Nacht um mich kümmern muss, 2 Tage vor dem Start eintreffen und maximal 30 Stunden Training pro Woche. Mein Ziel ist in erster Linie den Zielstrich im Zeitlimit zu erreichen und wenn alles klappt, eine Zeit von 9 Tagen und ein paar Stunden zu schaffen.

 

Bis zum nächsten Mal

Beat Knechtle


>>> Zurück zum Seitenanfang <<<

 
 

Newsletter 1/2004

August 2004

Geschätzte Abonnenten des Newsletters von Beat Knechtle

Eigentlich war es die Idee meines Webmasters, einen Newsletter anzubieten. Nun hat mich mein Webmaster etwas in Verlegenheit gebracht. Aber ich denke, das lösen wir schon. Es kann ja nicht sein, dass ich über irgendwelche Sinnlosigkeiten berichte. Deshalb werde ich immer etwas aus der Welt der (Sport-)Medizin und etwas aus der Welt des Ultrasports berichten.

Aus der Welt der Sportmedizin:

 

Interessant nachzulesen unter http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/images/heft7804/a02_78_04.pdf der Artikel von Dimeo. Er zeigt ganz eindrücklich, dass mit regelmässigem Training das Risiko einer Tumorerkrankung deutlich reduziert werden kann. Ebenfalls interessant ist unter http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/images/heft0604/a03_6_04.pdf der Artikel von Juel. Er zeigt ganz eindrücklich, wie die Laktattransporter in der Skelettmuskulatur durch Training beeinflusst werden. Meine Publikationen (Originalartikel und Übersichtsartikel) sollten übrigens demnächst als pdf-files auf der website bereit zum downloaden sein. Auch da sollte gelegentlich noch etwas Lesenswertes und Lesbares kommen.

 

Aus der Welt des Ultrasports:
 

Erstaunlicherweise habe ich trotz wenig Training am Marathonschwimmen im Zürichsee wieder gewonnen. Wenigstens die Kategorie Senioren, denn seit meinem 40. Geburtstag gehöre ich zu den Senioren. Unter www.decahawaii.com gelangt man zur website des Zehnfachen, der dieses Jahr auf Hawaii stattfindet. Die Startliste (limitiert auf 30 Athleten) ist schon fast voll und sollte demnächst mit CV der Athleten auf der website erscheinen. Luis Wildpanner hat angekündigt, als erster Athlet die zehnfache Distanz unter 8 Tagen zu machen, wir wünschen ihm viel Glück und Erfolg dabei. Dann werden der Franzose Pascal Pich (Sieger 2000) und der Mexikaner Mario Rodriguez (Zweiter 2000) Anwärter auf die weiteren Podestplätze sein. Die Australier und die anderen Europäer sind sicher auch nicht schlecht, dürften aber nicht über das Potential der drei erwähnten Athleten verfügen.

 

Bis zum nächsten Mal

Beat Knechtle



 

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail